Dienstag, 28. März 2017

garten: hochbeete füllen




Jedes Jahr im Frühling sammeln wir die Äste und Zweige, die im Laufe des Herbstes und Winters durch Wind und Schnee abgebrochen sind. Es kommt jedes Jahr erstaunlich viel zusammen. Vor allem im steilen Gelände eine ziemlich anstrengende Sache. Dicke Äste können wir aufschneiden, trocknen lassen und verheizen - die kleineren, oft sehr verzweigten Äste sind perfekt für unsere Hochbeete. Unser Häcksler leistet seit Jahren gute Dienste, eine der besten Investitionen, die wir je gemacht haben hier am Hof. Jedes Jahr häckseln wir so ganz unkompliziert große Mengen: manchmal zum Auffüllen der Hochbeete oder als Bodenbelag/Unkrautschutz im Randbereich des Gartens unter den Jetzt, wo wir etliche neue Hochbeete angelegt haben, sind wir sogar ziemlich froh, dass da dieses Jahr so viel Astwerk zum Verarbeiten ist.  

Sonntag, 19. März 2017

bienen: mal nachsehen

 



 


 


"Mal nachsehen..." rief der Jüngste und fröhlich marschierte er mit dem Papa und der großen Schwester zu den Bienen. Viel zu tun ist noch nicht, aber mal nach dem Rechten sehen. Alle Völker sind gut über den Winter gekommen und wie es aussieht, läuft alles wie es soll. Langsam, hier oben in den Bergen. Aber die Haseln und Weiden beginnen zu blühen, die ersten Frühblüher brauchen hoffentlich auch nicht mehr lange... die Felder füllen sich langsam mit den Krokussen - mal sehen, wie das Bienenjahr sich weiter entwickelt. Irgendwann möchte vermutlich jeder von den Kindern ein eigenes Volk haben, nicht nur die Älteste :-)
 
 


Montag, 13. März 2017

gartenjahr: märz 2017


Es ist März. Nachdem es Anfang des Monats nochmal ordentlich schneite, es aber sehr schnell wegzuschmelzen begann, gibt es nun eigentlich keine Schneereste mehr. Der Boden ist noch fest gefroren, aber an sonnigen Plätzchen sieht man nun langsam die ersten grünen Spitzen von Narzissen und Tulpen. Gleich neben dem Gartentor finden sich einige wenige Schneeglöckchen und die Christrose blüht (immer noch). Die ersten zarten Frauenmantelblätter kann man erkennen, ansonsten tut sich das meiste wohl unter der Erde und ist noch nicht zu sehen. Die Kinder freuen sich schon jetzt auf die ersten Erdbeeren (die mittleren längs gerichteten Beete) und ich plane noch ein großes, langes  "Mini-Hochbeet" für die Erbsen. Und einen guten Platz für die Minze und die Zitronenmelisse, die von ihrem angestammten Platz beim Stallgebäude dank Umbauplänen weichen müssen. Eine kleine Gartenlaube, an der die Kiwis hochranken können ist auch noch geplant. Aber dazu muss es erst wärmer werden, um wirklich weiter zu kommen im Erdreich. Auch über den Acker neben dem Hausgarten machen wir uns Gedanken: es soll ein "Drittel-Wechsel-Feld" sein, sodass wir jedes Jahr woanders etwas anbauen. Kartoffeln und Getreide, evt. auch die Futterrüben. Da muss noch ein wenig nachgedacht und geplant werden.


Im mittleren Garten hat sich so gut wie gar nichts getan. Viele grüne Spitzen von Narzissen und Tulpen lassen hoffen, dass es hier bald etwas bunter wird und auch unsere Sitzbänke werden wir wohl bald von der Winterabdeckung befreien. Gut tut die kleine Bank an der Hauswand, an der wir schon unseren nachmittäglichen Malzkaffee genießen können in der warmen Sonne. Jede Menge Bienen tummeln sich rund um die Frühblüher (Hyazinthen, Traubenhyazinthen), die in einem Blumenkasten aus Ton auf der Fensterbank stehen. Eine richtige Freude an diesen ersten warmen, sonnigen Frühlingstagen. Die Fotos lassen von der Sonne nicht viel vermuten. Aber das liegt wohl daran, dass die Fotos am Abend gemacht wurden :-)


Besonders groß ist die Vorfreude auf das obere Gärtchen. Lange wird es wohl nicht mehr dauern und wir können unser Glashaus aufstellen! Der Beerengarten oberhalb schaut gut aus, dank des wenigen Schnees sind die Beerensträucher alle gut über den Winter gekommen und kaum Äste gebrochen. Die erste Wäsche hängt auch schon auf der Wäscheleine - ein klares Zeichen, dass Frühling geworden ist. Im Moment überlege ich noch, ob wir unser Frühbeet (im Übergang zwischen unterem und mittlerem Garten) schon aktivieren können. Heute, beim Wocheneinkauf, kam mir dieser Gedanke, als ich Salat und Radieschen im Angebot entdeckte. Mal sehen...

Sonntag, 5. März 2017

jahreszeiten: märz 2017


Frühling wird langsam spürbar, ein (!) Schneeglöckchen lugt im Garten schon hervor und im Stall wurden die Lämmchen geboren. Anfang März ist so vielversprechend, immer wieder auf's Neue. Viele wichtige Entscheidungen liegen hinter uns, auch jene, dass wir die Pflege des schwer kranken Opas zu Hause als Familie nicht schaffen. Es ist gut, dass es Orte gibt, wo Pflege und auch das Zuendegehen des Lebens in Würde geschehen können. Und es ist gut, dass wir die Schritte bis dorthin gegangen sind. Das Pflegen zu Hause, das Ringen um eine Entscheidung, wie es weitergehen soll und das Erleben der neuen, veränderten Situation. Froh sein, dass es verschiedene Wege gibt. Und dass wir alle diese Wege gut mitgehen konnten und können. Dass es immer wieder neue Wege gibt. Oft ganz unerwartet. Anfang März jetzt scheint alles einmal wieder zur Ruhe gekommen, der Alltag ist wieder ein wenig berechenbarer. In der Natur wird neues Leben spür- und sichtbar. Frühling zieht ins Land, langsam und immer wieder durchbrochen von eisig kaltem Wind. Und doch sind die wärmenden Sonnenstrahlen immer wieder überraschend stark. Die Schlitten werden eingetauscht gegen die Fahrräder, Eislauf- gegen Rollschuhe. Bald geht hoffentlich auch meine Strickerei an der Schafwolljacke zu Ende (erster Ärmel zur Hälfte fertig!) und ein Stapel Bücher wartet auf meinem Nachttisch (und doch will Die Schäferin von Yorkshire zuerst fertig gelesen werden). Worauf ich mich dieses Jahr wirklich von Herzen freue, ist mein Geburtstag. Keine Besonderheiten sind geplant, vielleicht ist es einfach die Ruhe und Einfachheit, auf die ich mich freue. Ich hoffe, es wird dann ein gutes neues Lebensjahr sein, das da kommt. Und dass die Wege, die in diesem Jahr zu gehen sind, gute sein werden. Mit aller Schwere, die sie vielleicht auch in sich tragen.
 
 Einen schönen März auch euch, da draußen in den Weiten des Internets!
 
 

Mittwoch, 15. Februar 2017

gartenjahr: februar 2017

 
 

 
Schon jetzt macht es mir Freude, die Veränderungen im Garten bewusst auf Bildern festzuhalten: schon zwei Monate in diesem Gartenjahr! Eine kleine Veränderung habe ich aber noch mit mir beschlossen: statt der Schuhe, die ich im Garten trage, halte ich auch unser kleines Zwischengärtchen fest. Hochinteressant ist die Fußbekleidung ohnehin nicht: das ganze Jahr über schwankt es zwischen meinen Haus&Hof-Waldviertlern, Gummistiefeln oder meinen frischgrünen Gartenschlapfen. Heute waren es Gummistiefel, zumal es durch die Schneeschmelze recht matschig ist.
  • Im unteren Garten hat sich nicht viel verändert. Der Schnee schmilzt. Es sind aber noch keine Frühblüher-Spitzen am Zaun entlang zu entdecken. Trotzdem spüre ich, wie in mir Vorfreude aufkommt auf das aktivere Gartenjahr. Auch wenn dieses vermutlich erst Anfang Mai beginnen kann.
  • Im Zwischengärtchen kann man schon gut auf der Bank an der Hauswand sitzen und die warme Sonne genießen. Es ist eine Art Genussgärtchen, in dem wir im Sommer grillen, mit Gästen im Freien sitzen, das Plantschbecken aufstellen und im Herbst dann die Weintrauben, die die Hauswand hochranken, genießen. Ich freue mich schon, wenn die Blumen ringsum blühen und die Buchenhecke wieder grünt.
  • Im oberen Garten ist auch noch alles ruhig. Es wird noch dauern, bis wir unser Glashaus aufstellen können. Ein wenig machen wir uns Gedanken, wie wir unsere Brombeeren besser ranken lassen können. Vielleicht bauen wir ein größeres Gerüst, mal sehen.
In Gartenbüchern blättere ich noch nicht, ich weiß ziemlich genau, was wir anpflanzen werden dieses Jahr. Wenige Sorten, davon aber mehr (weil sie auch gegessen werden) - Experimente, außergewöhnliche Sorten oder gar Exotisches reizen mich nicht. Vielleicht werde ich alt? Aber ich greife immer mehr auf Bewährtes zurück und vor allem auf Dinge, die auch die Kinder gerne essen. Etwas, das ich dieses Jahr aber versuchen möchte, ist, selbst Saatbänder zu machen. Vor allem für die Karotten - ich hoffe, es gelingt (mit Kinderhilfe?): ich werde berichten :-)
 
 

Montag, 13. Februar 2017

familie: musik

 

 

 
Als ich noch nicht Mutter war, erschien es mir irgendwie seltsam, wenn Eltern im Publikum saßen und ihre Kinder eifrig beklatschten, fotografierten, filmten und übers ganze Gesicht strahlten. Jetzt gehören wir selber zu diesen Eltern. Und als unsere Älteste bei den diesjährigen Streichertagen mit dem Orchester dann Stücke wie dieses hier spielte... ja, da saßen jede Menge strahlender Eltern im Publikum. Das gemeinsame Musizieren der Kinder und Jugendlichen mit Profis, die Bekanntschaften zwischen den Kindern aus der Region, die glückliche Stimmung der Instrumente, Musiker und des Publikums gleichermaßen, die ernsthaften Blicke zum Dirigenten - ein Geschenk, das alles erleben zu dürfen. Die kleinen Schwestern sind noch ganz am Anfang mit dem Erlernen ihrer Instrumente, der Jüngste weiß noch gar nicht, was er einmal lernen möchte. So vieles gibt es zur Auswahl. Immer wieder blättert er durch Im Konzert und In der Musikschule - und findet allerlei Interessantes. Auch wenn ihn die vielen Streicher faszinierten - er will etwas noch Lauteres, wie mir scheint. Schlagzeug, Orgel oder Trompete sind es im Moment. Mal sehen, bei welchen Konzerten wir in Zukunft noch sitzen werden... in jedem Fall erscheint es mir gar nicht mehr seltsam, übers ganze Gesicht zu strahlen, wenn der Nachwuchs auf der Bühne steht ;-)

 

Dienstag, 7. Februar 2017

jahreszeiten: winter




Winter - endlich. So wenig Schnee wie dieses Jahr haben wir hier noch nie erlebt. Aber nun seit zwei Tagen ein bisschen Wintergefühl. Schianzüge, die wirklich gebraucht werden. Fäustlinge, die am Heizkörper trocknen. Winterstiefel, die nun endlich zeigen können, ob sie wirklich feuchtigkeitsundurchlässig sind. Bobfahren im Feld unterm Haus, Schneemannbauen im Garten. Vor dem Abendessen nochmal hinaus gehen (so sind die Kinder schön müde, wenn es Schlafenszeit ist), während der Stallarbeit das Lachen der Kinder draußen im Schnee hören und das aufgeregte Bellen des Hundes, der den Kindern nachläuft, wenn sie den Hang hinunterdüsen oder die Karotte vom Schneemann runterknabbern möchten. Ein paar Tage zum Genießen des Winters, bevor die weiße Pracht wegschmilzt und wir alle bereit sind für den Frühling. Irgendwie fühlt sich Frühling ein bisschen besser an, wenn davor auch ein wenig Winter spür- und sichtbar war :-)